Burg Stahleck

Die Entstehung der Burg ist unbekannt. Erste Erwähnung findet man im Jahre 1125.

1155 wird Konrad von Hohenstaufen Pfalzgraf über Bacharach unter Belehnung mit Burg und Vogtei.
1194 Vermählung von Agnes von Stahleck mit Heinrich dem Welfen, Sohn Heinrichs des Löwen, wodurch eine Aussöhnung der bis dahin in Fehde lebenden Fürstenhäuser der Welfen und Hohenstaufen erzielt wurde.
Die Stadt Bacharach sah mehrfach gekrönte Häupter in ihren Mauern und auf Burg Stahleck.
1314 kam Ludwig IV und  1349 weilte Kaiser Karl IV mit Ehefrau Anna von der Pfalz, Tochter des Pfalzgrafen Rudolf in der Stadt bzw. auf Burg Stahleck.
Höhepunkt glanzvoller Feste in Bacharach bot das Jahr 1442. Damals wurde Friedrich III. von Österreich auf dem Weg zu seiner Krönung in Aachen in Bacharach von Kurfürst Ludwig IV empfangen.
Im 17. Jahrhundert und während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Burg insgesamt 8 mal belagert und mehrmals schwer beschädigt, aber wieder weitgehend hergestellt.
1689 wurde die Burg von französischen Soldaten gesprengt.
1804 von den Franzosen zum Kauf angeboten und 1828 von Kronprinz Friedrich Wilhelm IV. von Preußen für seine Ehefrau Elisabeth von Bayern erworben.
1908 wurde die Burg an den Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz verkauft.
Der Verein ließ 1925-27 Ring- und Schildmauer  nach alten Plänen wieder hochziehen und auf den ausgegrabenen alten Grundmauern eine Jugendherberge errichten, die 1926 eröffnet wurde.
Zwischen 1963 und 1967 wurde der im Unterbau noch romanische Bergfried wiederhergestellt.
Heute herrscht reges Leben auf der Burg, die als Jugendherberge großen Zuspruch erhalten hat und äußerst beliebt ist. –
Viele Gäste, die Bacharach besuchen berichten, dass sie ihre Liebe zu dieser Stadt und dem Tal der Loreley als Jugendliche auf Burg Stahleck entdeckt haben.