Der Pfalzgrafenstein

Die Pfalz bei Kaub ist ein "steinernes Schiff" und diente im Mittelalter als Zollburg.
Mitten im Rhein gelegen, konnte man von dort aus die vorbei fahrenden Schiffe sehr gut fest halten und kontrollieren.
Wer nicht zahlen konnte, wurde in ein dunkles, tiefes Verlies geworfen.
Wenn sich niemand fand, der ihn auslöste, kam er sicherlich dort zu Tode.
Damals treidelte man die Schiffe, d.h., am Fluss entlang waren Wege, von denen man aus mit Pferden die Schiffe rheinaufwärts zog. ( treidelte). Dadurch war es leicht, ein Schiff an zu halten und den Zoll zu fordern.
Heute sind diese „Treidelpfade“ noch streckenweise erhalten und dienen nun, gut ausgebaut, als Radwege, entlang des Rheines.
Die Burg ist zu besichtigen. Mit der Autofähre setzt man nach Kaub über, von dort bringt sie ein kleines Boot auf die Insel. – Eine Besichtigung versetzt sie in die mittelalterliche Zeit zurück.
1813/14, in der Neujahrs-Nacht, setzten die alliierten Armeen von General Feldmarschall Blücher von der rechten Rheinseite auf die linke über. Er verfolgte die geschlagene Armee der Franzosen unter Napoleon, der den Feldzug in Russland verloren hatte. Bei Bacharach marschierten sie durch das Tal über den Hunsrück Richtung Frankreich. Dadurch erlangte die „Pfalz“ erneut weltgeschichtliche Bedeutung.
Übrigens daher auch der Name der „Blücherstraße“.