Bacharach am Rhein

Kleinod & Weltkulturerbe

Bacharach hat sein mittelalterliches Stadtbild erhalten. Wunderschöne, bunte Fachwerkhäuser, die z.T. noch aus dem 12. Jahrhundert unverändert stehen, prägen das romantische Bild. Die Stadt ist nach dem römischen Weingott Bacchus benannt. Bei uns wächst an den Steilhängen einer der besten Weine Deutschlands. 

 

Diese Weine können in unseren lokalen Weinwirtschaften und Restaurants probiert und genossen werden. Bacharach hält für den grossen und kleinen Hunger sowie für den kleinen und großen Geldbeutel eine Vielzahl an Einkehrmöglichkeiten bereit. Im Stadtkern sind Sie von uns aus bereits in 5 bis 8 Gehminuten.


Bacharach damals & heute

Eine persönliche Führung von Ihrer Gastgeberin

Als Ihre Gastgeberin möchte ich Sie an dieser Stelle mitnehmen auf einen Ausflug durch Bacharach, wie es kenne. Bacharach gehört zu den ältesten Städten Deutschlands und ich "darf" diesen Kleinod bereits seit meinen Kinderjahren meine Heimat nennen. Ich freue mich, Ihnen mein Zuhause im Folgenden persönlich vorstellen zu können.

 

Auf unserer Burg Stahleck, die heute eine ganz tolle Jugendherberge ist, wurden im Mittelalter Kaiser und Könige Deutschlands empfangen und von dort wurde das Deutsche Reich regiert – und teilweise auch verhökert. Im 30-jährigen Krieg wurde die Burg zerstört. Die Trümmer fielen auf die wunderschöne, hochgotische Wernerkapelle und zerstörten sie. Die Kapelle wurde nie wieder aufgebaut und ist heute eine denkmalgeschützte Ruine, die in den letzten 20 Jahren für viel Geld renoviert wurde und als Ruine erhalten bleibt. Sie dient auch als Kulisse für Hochzeiten,  romantische Konzerte,  Dichter-Lesungen usw. Also, es herrscht wieder Leben in den Mauern der Wernerkapelle.

 

Schon vor 2000 Jahren bauten die Römer im Mittelrheintal Wein an und im Mittelalter war Bacharach einer der größten Umschlagplätze für Wein. Dieser sowie Getreide und andere Güter wurden auf dem Fluss transportiert. Durch die Felsen und Untiefen, die in dem wilden Fluss mit seinem starken Gefälle und der starken Strömung lagen, konnten nicht alle Abschnitte durchfahren werden und es musste z.B. in Bacharach von den Schiffen auf Pferdefuhrwerke umgeladen werden, damit man rheinabwärts an der Loreley vorbei kam und rheinaufwärts am Binger Loch. Je nach Wasserstand war der Fluss unbefahrbar. Mittlerweile ist durch Sprengung die Fahrrinne sehr verbreitert worden, trotzdem passieren hin und wieder Unfälle, wenn ein Schiff auf ein Riff außerhalb der Fahrrinne auffährt, wenn z.B. das Ruder versagt.

 

Früher, in unserer Jugend, sind wir im Sommer über den Rhein geschwommen oder zumindest bis an die Schiffe und haben uns dran gehängt. Das ist mittlerweile zu gefährlich geworden. Der Rhein ist einer der meist befahrenen Flüsse und es herrscht ein reger Verkehr von Fracht- und Fahrgastschiffen. Mit letzteren kann man im Sommer kleinere oder größere Ausflüge machen, rheinabwärts bis Köln, rheinaufwärts bis Mainz. Das lohnt sich in jedem Fall, wenn man ein paar Tage hier verweilt. Ich kann mich noch erinnern, dass in den 50er Jahren sogar riesige Holzflöße den Rhein herunter gefahren wurden. Das wäre bei dem jetzigen Verkehr eine wahnwitzige Idee.

Nicht nur unsere Stadt, sondern auch ich blicke auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Als Sängerin durfte ich die Welt bereisen und habe so auch an Orten wie Las Vegas oder Dubai Konzerte geben dürfen, bei denen ich unter anderem auch unser kleines Städtchen Bacharach besungen habe.

 

Zum Abschluss lade ich Sie nun nochmal ein, gemeinsam mit mir und meinem Lied "Bacharach, du Feine" aus dem Jahr 2000 die Stadt zu entdecken.



Die Legende von Bacharach

Warum ein Loch in der Tasche Ihren Urlaub ermöglicht

Als  Gott der Herr die Welt erschaffen hatte, betrachtete er sein Werk mit Wohlgefallen.

Als letztes wollte er den Menschen die Stätten zuweisen, an denen sie leben und arbeiten sollten.

So nahm er eine Handvoll schwarzer, silberner und goldener Perlen, steckte sie in seine Jackentasche, setzte sich in seinen goldenen Himmelswagen und fuhr am Firmament über das weite Erdenrund. Überall dort, wo er die Erde als Stätte der Arbeit geschaffen hatte, warf er eine schwarze Perle zu Boden. Dort, wo er sein Werk als besonders gelungen fand, streute er eine silberne Perle aus. Und dort, wo heute die schönsten Stätten unserer Erde sind, legte er mit Bedacht einige goldene Perlen zu Boden.

Als der Herr nun sinnend die Erde betrachtete, fiel durch ein kleines Loch in seiner Tasche eine goldene Perle hinab zur Erde, ohne dass der Herr dies bemerkte. Die goldene Perle aber fiel auf die Bergeshöhen an einem stark gewundenen Fluss, rollte hinab ins Tal und versteckte sich unter all dem vielen Grün. 

Als die Menschen sich nun über die Erde verbreiteten, kamen einige von ihnen in dieses Tal. Und sie spürten, dass hier eine der goldenen Perlen des Herrn verborgen sein müsse. Mit ihrer Hände Fleiß schufen sie einen herrlichen Ort, dessen Name ein jeder von uns weiß:     

BACHARACH  

 

Viele Generationen gingen hier ein und aus. Sie lebten hier und sie arbeiteten hier

Ich glaube, dass sich ein jeder von ihnen über das kleine Loch in der Tasche des Herrn gefreut hat ...!